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Politische Satiriker : Saftlose Humoristen

  • -Aktualisiert am

Der Satiriker Böhmermann kündigt Ende August eine Kandidatur als SPD-Vorsitzender in seiner Sendung „Neo Magazin Royale“ an. Bild: dpa

Anders als Harald Schmidt nehmen viele Komiker ihr Tun heute wahnsinnig ernst. Ihre Selbstüberschätzung ist mit Händen zu greifen, ihre Machtlosigkeit aber auch. Können Humoristen wie Jan Böhmermann nicht ein bisschen mehr Humor vertragen?

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          Nach den heutigen Maßstäben der Political Correctness, sagte zuletzt Harald Schmidt, hätte man ihm seine Show nach einer Woche abgenommen. Doch ist wirklich die politische Korrektheit das Neue? Zweifel sind angebracht.

          Jan Böhmermann hat die Grenzen ja auch noch ausgelotet, etwa mit seinem Erdogan-Gedicht. Der Unterschied zu Schmidt: Dieser hat seine Späße nicht so hoch aufgehängt, nie redete er von der Uneigentlichkeit künstlerischen Sprechens auf der Bühne, nie erwartete er wohl, dass halb Deutschland inklusive der Kanzlerin die Subtilität seines Humors erkennen müsse.

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