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Attacke auf Polizisten : IS-Sympathisantin Safia S. wegen Mordversuchs angeklagt

  • Aktualisiert am

Polizist in Hannover: Ein anderer Beamter überwältigte Safia S. Bild: dpa

Der Auftrag für die „Märtyreroperation“ kam aus Istanbul: Einem Polizisten hat Safia S. in Hannover eine lebensbedrohliche Wunde zugefügt. Jetzt erhebt die Bundesanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes.

          Ein halbes Jahr nach dem Messerangriff einer 15-jährigen IS-Sympathisantin auf einen Polizisten in Hannover hat die Bundesanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Die Tat sei eine „Märtyreroperation“ für die Terrormiliz Islamischer Staat gewesen, erklärte die Behörde am Montag in Karlsruhe. Deshalb wird der heute 16-jährigen Schülerin Safia S. außerdem die Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung angelastet. Die Bundesanwaltschaft klagte gleichzeitig einen 19-Jährigen an, der von den Plänen des Mädchens gewusst haben soll.

          Der 34-jährige Beamte der Bundespolizei hatte bei dem Angriff Ende Februar eine lebensbedrohliche Stichwunde am Hals erlitten. Ein anderer Polizist überwältigte das Mädchen.

          Nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft hatte sich die Jugendliche spätestens im November 2015 das Gedankengut des IS zu eigen gemacht. Sie habe überlegt, nach Syrien zu reisen und sich der Terrormiliz anzuschließen. Im Januar 2016 sei sie nach Istanbul geflogen und habe Kontakt mit IS-Mitgliedern aufgenommen. An der Weiterreise nach Syrien habe sie aber ihre Mutter gehindert, die das Mädchen im Februar nach Deutschland zurückholte.

          Aus Istanbul brachte die 15-Jährige nach Erkenntnissen der Anklagebehörde den Auftrag des IS mit, eine „Märtyrertat“ zu verüben. Sie habe über einen Internet-Nachrichtendienst Kontakt zu Mitgliedern des IS gehalten und am Tag vor der Tat auf diesem Weg ein Bekennervideo übermittelt. Auf dem Hauptbahnhof in Hannover habe sie dann eine Personenkontrolle durch Bundespolizisten provoziert und mit einem Gemüsemesser zugestochen.

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