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Sachsens Wahlausschuss : AfD-Liste unvollständig

  • Aktualisiert am

Teilnehmer des Landesparteitages der sächsischen AfD sitzen im Februar im Saal in Markneukirchen Bild: dpa

Der Landeswahlausschuss in Sachsen hat Teile der AfD-Liste für ungültig erklärt, weil die Aufstellung nicht in einer einheitlichen Versammlung erfolgte. Der Parteivorsitzende Meuthen sagt der F.A.Z., man werde dann eben Direktmandate erringen.

          Die AfD in Sachsen kann nur mit 18 statt wie geplant 61 Kandidaten zur Landtagswahl am 1. September antreten. Der Landeswahlausschuss in Kamenz hat am Freitag nur die ersten Plätze der Liste bestätigt, wie eine Sprecherin sagte. Die Sitzung dauerte am frühen Nachmittag noch an.

          Nach übereinstimmenden Medienberichten ist die restliche Liste ungültig, da ihre Aufstellung nicht in einer einheitlichen Versammlung erfolgte. Die AfD hatte bei einem ersten Listenparteitag Anfang Februar nur die Bewerber für die ersten 18 Plätze gewählt und dann im März die restlichen Kandidaten bestimmt – bei einem formal neuen Parteitag.

          Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen kündigte eine Erststimmenkampagne seiner Partei an, um den Verlust an Listenplätzen durch Direktmandate auszugleichen. „Als Vorsitzender der AfD ist man einen gewissen Kummer dieser Art gewöhnt“, sagte Meuthen dieser Zeitung. Seine Partei sei aber „noch immer kreativ und findig genug“ gewesen, um „einen guten Ausweg zu finden“. Die Partei werde „ganz gewiss versuchen, so viele Direktmandate zu erlangen,  dass wir mit der Auffüllung durch die akzeptierte Liste in voller Stärke in den Landtag einziehen.“

          Auch die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, äußerte Zuversicht, dass es den „tüchtigen Wahlkämpfern vor Ort gelingen“ werde, viele Direktmandate zu erreichen.

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