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Sachsen : Kurth wird Kultusministerin

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Brunhild Kurth steigt nach einer Sondersitzung der CDU-Landtagsfraktion in Dresden in das Dienstfahrzeug von Ministerpräsident Tillich Bild: ZB

Zwei Tage nach dem Rücktritt von Kultusminister Wöller hat sich Ministerpräsident Tillich (CDU) mit der 57 Jahre alten Brunhild Kurth für eine Fachfrau entschieden, die sich in der Schulpolitik und Schulverwaltung gut auskennt.

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          Sachsens neue Kultusministerin ist Brunhild Kurth. Sie war bis April 2011 Leiterin der Sächsischen Bildungsagentur, der Aufsichtsbehörde für 1400 sächsische Schulen. Zwei Tage nach dem Rücktritt von Kultusminister Wöller wird Ministerpräsident Tillich (CDU) ihr am späten Donnerstagnachmittag die Ernennungsurkunde übergeben, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Regierungskreisen erfuhr.

          In mehreren informellen Zirkeln war eine Person gesucht worden, die sich in der Schulpolitik und Schulverwaltung gut auskennt. Tillich hat sich für eine Fachfrau entschieden, die in den zahlreichen Spekulationen nicht genannt worden war.

          Problem Lehrermangel

          Frau Kurth ist 57 Jahre alt, Fachlehrerin für Biologie und Chemie. Sie hat das Gymnasium in Burgstädt geleitet, war Referatsleiterin im Regionalschulamt Chemnitz sowie im Kultusministerium. Sie leitete das Regionalschulamt Zwickau, bevor sie 2007 zur Bildungsagentur wechselte.

          Von dort versetzte sie ihr Vorgänger Wöller vor einem Jahr wieder an die Regionalstelle Chemnitz. Beide sollen darüber gestritten haben, wie der Lehrermangel in Sachsen zu bewältigen sei. Wegen dieser Frage war Wöller zurückgetreten. „Ministerin Kurth kann versichert sein, dass die CDU-Fraktion dabei an ihrer Seite steht“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Flath.

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