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Kampf gegen Extremismus : So hart will Sachsen künftig gegen „Reichsbürger“ vorgehen

  • -Aktualisiert am

Immer wieder müssen Polizeieinheiten Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes bei Maßnahmen gegen „Reichsbürger“ begleiten (Archiv). Bild: dpa

Lange wurden „Reichsbürger“ als eher harmlose Spinner abgetan. Doch die Zahl der Anhänger nimmt zu – und Behörden fühlen sich hilflos. Sachsen will die Szene nun konsequenter bekämpfen.

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          Als Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) Thüringen am Montag das Wohnhaus und Geschäftsräume eines 48 Jahre alten Mannes aus dem Raum Sondershausen in Nordthüringen durchsucht haben, machten sie einen überraschenden Fund. Zwar waren die Spezialeinsatzkräfte im Einsatz, weil jemand vermutete, dass der Mann gegen das Waffengesetz verstoßen haben könnte, doch hatten sie nicht damit gerechnet, was sich ihnen dann offenbarte: Sie beschlagnahmten knapp 50 Schusswaffen und große Mengen an Munition, die derzeit noch begutachtet und bewertet würden, teilte das LKA am Dienstag in Erfurt mit.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Nicht überraschend für die Beamten war dagegen, dass der Mann der sogenannten Reichsbürger-Szene angehören, also Teil jener losen Truppe sein soll, welche die Existenz der Bundesrepublik leugnet – denn die Gegend um Sondershausen ist immer wieder auffällig in Sachen „Reichsbürger“.

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