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Sachsen-Anhalt : CDU macht Haseloff zum Spitzenkandidaten

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, vor dem Veranstaltungsort des Landesparteitages der CDU Bild: dpa

Sachsen-Anhalts CDU hat über ihr Personal für die Landtagswahl im Juni entschieden. Dass nur drei Frauen unter den Kandidaten für die vorderen 20 Listenplätze sind, sorgt für Kritik.

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          In Sachsen-Anhalt haben CDU und SPD am Wochenende die Personalfragen vor den anstehenden Wahlen geklärt. Die Union bestimmte Ministerpräsident Reiner Haseloff am Samstag in Dessau mit 94,9 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 6. Juni. Der 67 Jahre alte Physiker regiert das Bundesland seit 2011.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Zu parteiinternen Spannungen und öffentlicher Kritik führte, dass sich auf den weiteren Plätzen der CDU-Liste nur wenige Frauen finden. Nach dem Rückzug des ehemaligen Landesvorsitzenden Holger Stahlknecht bekam Sandra Hietel zwar den zweiten Listenplatz. Auf den vorderen 20 Plätzen finden sich jedoch nur drei Frauen. Justizministerin Anne-Marie Keding steht erst auf Platz 38.

          Als Erklärung wird genannt, dass die Aufstellung der Listenplätze ab Platz zwei nach regionaler Herkunft erfolgte. CDU-Generalsekretär Sven Schulze hob hervor, dass seine Partei in den Wahlkreisen wesentlich mehr Direktkandidatinnen als bei der Landtagswahl 2016 aufgestellt habe. „Der neuen Landtagsfraktion werden definitiv mehr Frauen angehören als bisher“, sagte Schulze der F.A.Z.

          Die mitregierende SPD bestimmte die Fraktionsvorsitzende Katja Pähle zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl. Die 43 Jahre alte Sozialwissenschaftlerin erhielt auf einem Parteitag in Magdeburg 87,3 Prozent der Stimmen. Wirtschaftsminister Armin Willingmann erzielte auf Platz zwei mit 101 von 103 Stimmen das beste Ergebnis.

          Zuvor hatte sich die Partei bei der Nominierung der Kandidaten für den Bundestag über den Vorschlag der Parteiführung hinweggesetzt. Der SPD-Landesvorstand hatte vor einer Woche nach internem Ringen die frühere Landesvorsitzende Katrin Budde als Spitzenkandidatin vorgeschlagen. Daraufhin erklärte der Hallenser Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby eine Kampfkandidatur um Platz eins, die er am Freitagabend mit 57 zu 45 Stimmen gewann.

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