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„Ohne die nötige Sorgfalt“ : Sachsen-Anhalts Grünen-Chefin gibt fremde Texte als eigene aus

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Von Partei-Kollegen und Journalisten abgeschrieben: Die Ko-Landesvorsitzende der Grünen in Sachsen-Anhalt, Britta-Heide Garben (re.), gab fremde Texte als selbstgeschrieben aus. Bild: ZB

Von Klimawandel und Kükenschreddern handeln die Blogbeiträge der sachsen-anhaltischen Grünen-Vorsitzenden. Doch viele Absätze der angeblich selbstgeschriebenen Texte stammen aus fremder Feder.

          Die sachsen-anhaltische Grünen-Landesvorsitzende Britta-Heide Garben hat für einen Blog fremde Textpassagen ohne Angabe der korrekten Quellen verwendet. „Ich habe beim Zitieren in Blogbeiträgen technische Fehler gemacht, die ich menschlich sehr bedauere“, sagte Garben am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Politiker sind Menschen und Menschen machen Fehler.“ Zu möglichen politischen Konsequenzen wollte sich Garben nicht äußern. Sie sagte nur: „Es kommt nicht wieder vor.“

          Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet und Garben mit den Worten zitiert: „Ich wollte möglichst schnell grüne Positionen verbreiten und habe Texte anderer kopiert“. Der Zeitung zufolge sind fünf von sechs Blogbeiträgen betroffen, die Garben auf der Grünen-Homepage zu Themen wie Klimawandel und Kükenschreddern veröffentlichte. Unter den Texten war auch ein Bericht des dpa-Themendienstes zum Thema Urlaub in Zeiten des Klimawandels. Garben soll etwa Absätze von anderen Grünen-Politikern wie dem Bundesvorsitzenden Robert Habeck verwendet haben und griff auch auf journalistische Texte zurück.

          Zu Details wollte sich Garben im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur nicht äußern, etwa, wie viele Texte betroffen sind. Sie verwies auf eine Erklärung auf ihrer Facebook-Seite. Darin heißt es: „Ich habe Überlegungen und Texte Dritter nicht in meinen Beiträgen gekennzeichnet. Erschwerend kommt hinzu, dass der Abschlusssatz unter allen Blogbeiträgen „Ein Blogbeitrag von Britta Garben“ den Eindruck verstärkt hat, dass es sich um komplett eigene Leistungen handelt.“ Und: „Diese Fehler bereue ich sehr. Ich bitte bei allen meinen Leser*innen und besonders bei den Autor*innen der Originaltexte um Entschuldigung.

          Zur Begründung ihrer Vorgehensweise erklärte Garben, sie habe versucht, den unzähligen und vielfältigen Anforderungen an Landesvorsitzende gerecht zu werden. Dazu habe auch gehört, Texte für die Öffentlichkeitsarbeit zu schreiben. „Einige meiner Blogbeiträge entstanden unter großem Zeitdruck. Daher habe ich Gedanken und Sätze von anderen Grünen und aus journalistischen Quellen verwendet, ohne die nötige Sorgfalt walten zu lassen.“

          Die Landwirtin Garben ist seit Juni vergangenen Jahres neben Susan Sziborra-Seidlitz Landesvorsitzende der Grünen.

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