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„Streiter für Freiheit“ : Klaus Iohannis erhält Karlspreis 2020

  • Aktualisiert am

Klaus Iohannis im Juni in Berlin Bild: dpa

Der rumänische Präsident Klaus Iohannis habe sein Land zu einer proeuropäischen Politik geführt, begründet das Karlspreis-Direktorium seine Entscheidung. Verliehen wird der Preis an Himmelfahrt im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

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          Der rumänische Staatspräsident Klaus Iohannis erhält für seine Verdienste um die europäischen Werte den Aachener Karlspreis 2020. Iohannis habe mit großem Einsatz und Erfolg Rumänien zu einer proeuropäischen, rechtsstaatlichen Politik geführt, begründete das Karlspreis-Direktorium am Samstag seine Entscheidung. Der bürgerliche Politiker stärke die Europäische Union, bekenne sich zu ihren Zielen und fördere die Zusammenarbeit der Mitgliedsländer. Seine Leistung sei einer der größten Integrationsfortschritte seit 1989, hieß es in der Begründung.

          Mit dem Präsidenten von Rumänien ehre das Karlspreis-Direktorium „einen herausragenden Streiter für die europäischen Werte, für Freiheit und Demokratie, den Schutz von Minderheiten und kulturelle Vielfalt“. Das Direktorium würdigte auch seine Verdienste um die Rechtsstaatlichkeit und die Unabhängigkeit der Justiz in Rumänien.

          Iohannis war im November mit zwei Dritteln der Stimmen in einer Stichwahl wiedergewählt worden. Er will das Land wieder klar auf proeuropäischen Kurs bringen.

          Die Preisverleihung findet am Himmelfahrtstag (21. Mai) im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung traditionell an Christi Himmelfahrt verliehen. In diesem Jahr wurde UN-Generalsekretär António Guterres ausgezeichnet, 2018 der französische Präsident Emmanuel Macron.

          Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als älteste und wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die Verständigung und Zusammenarbeit in Europa. Er ist nach Karl dem Großen (747/748-814) benannt, der als Vordenker des geeinten Europas angesehen wird und schon zu Lebzeiten als „Vater Europas“ bezeichnet wurde. Verliehen wird der undotierte Bürgerpreis seit 1950, die Idee dazu hatte ein Jahr zuvor der Aachener Textilkaufmann Kurt Pfeiffer. Über die Preisträger entscheidet bis heute ein unabhängiges Gremium Aachener Bürger. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Medaille, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem zwölften Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen zeigt. Die Rückseite enthält eine Inschrift für den jeweiligen Preisträger.

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