Rüstungsgeschäfte :
Begehrter Leopard

Von Marco Seliger
Lesezeit: 7 Min.
Die Bundeswehr hat den „Leopard 2“ zwar mit entwickelt, aber kein Geld für seinen Kauf. Saudi-Arabien soll allerdings an weiteren 600 bis 800 Panzern interessiert sein.
Die neueste Ausführung des Leopard-Panzers ist für den Häuserkampf gemacht. Autokraten vor allem im Nahen Osten wollen Hunderte davon. Die Bundesregierung schweigt.

Mit quietschenden Ketten rollt der Panzer um die Ecke. Hinter ihm, in den Häusern, sind Soldaten in Deckung. Vor ihm sind Barrikaden aus Autowracks, Stahlträgern und Schutt. Aufständische feuern mit Gewehren auf den Panzer. Sie wollen ihn anlocken. Er soll sich von den Soldaten entfernen: Dann ist er ein einzelnes, ein leichteres Ziel. In Misrata, Benghasi, Homs oder Aleppo, den Schlachtfeldern des urbanen Guerrillakampfes unserer Tage, hat das immer wieder funktioniert. Auch in den Straßen der irakischen Städte wurden Panzer gestoppt, durch eine Mine fahruntüchtig gebombt, ausgebrannt nach einem Angriff mit Molotow-cocktails, implodiert nach einem Treffer durch ein Panzerabwehrgeschoss in den Munitionsvorrat im Inneren.

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