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Rüstungsexportbericht : 50 Prozent mehr deutsche Rüstungsexporte

Der Leopard-2-Panzer Bild: dpa

Für 2,1 Milliarden Euro haben deutsche Firmen in diesem Jahr Rüstungsgüter ins Ausland verkauft. Das ist eine deutliche Steigerung um mehr als 50 Prozent. Heftige Kritik kommt von der Opposition.

          1 Min.

          Deutsche Firmen haben im vergangenen Jahr Rüstungsgüter für 2,1 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Der Wert der Rüstungsexporte nahm damit um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Das geht aus dem Rüstungsexportbericht hervor, den das Bundeskabinett am Mittwoch zur Kenntnis genommen hat.

          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Die größten Posten entfielen auf Portugal (811 Millionen Euro) und Griechenland (403 Millionen Euro). Regierungssprecher Seibert wies darauf hin, dass die Exportgenehmigungen für U-Boote an diese Länder in die Zeit der rot-grünen Bundesregierung vor 2005 gefallen seien. „Die Bundesregierung geht natürlich davon aus, dass die griechische Regierung in ihrer Verantwortung sinnvolle Kürzungen auch im Rüstungsbereich ins Auge fasst“, sagte Seibert. Der Wert der Genehmigungen im vergangenen Jahr sank demnach von rund fünf auf 4,7 Milliarden Euro.

          Davon entfielen 70 Prozent auf EU-, Nato- oder der Nato gleichgestellte Länder. Auf Entwicklungsländer entfielen Genehmigungen im Wert von 370 Millionen Euro. Für Saudi-Arabien wurden Waffenexporte im Wert von 30 Millionen Euro genehmigt. Die bislang nicht offiziell bestätigte Exportgenehmigung für Leopard-2-Panzer an Riad wurde laut Medienberichten dieses Jahr erteilt und müsste daher im nächsten Bericht ausgewiesen werden.

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