https://www.faz.net/-gpf-8c9rn

Rüstung : Bundeswehr will israelische Drohnen kaufen

  • Aktualisiert am

Eine Drohne des Typs Heron TP - dieses Modell kann eine Waffenlast von bis zu einer Tonne tragen Bild: dpa

Die Drohnen vom Typ Heron TP sollen vor allem der Aufklärung dienen, können aber auch bewaffnet werden. Das Verteidigungsministerium hat sich damit gegen den Kauf amerikanischer Predator-Drohnen entschieden.

          1 Min.

          Die Bundeswehr will einem Pressebericht zufolge israelische Aufklärungsdrohnen des Typs Heron TP erwerben, die auch bewaffnet eingesetzt werden können. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, will die Luftwaffe diese Waffensysteme beschaffen, die vor allem zur Aufklärung eingesetzt werden sollen, aber auch Raketen auf Bodenziele abfeuern können. Das Verteidigungsministerium habe sich damit gegen das amerikanische Konkurrenzmodell des Typs Predator entschieden.

          Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Tobias Lindner erklärte, ein Jahr nach der grundsätzlichen Entscheidung, bewaffnungsfähige Drohnen für die Bundeswehr zu beschaffen, „wurde nun festgelegt, ein israelisches Modell zu beschaffen“. Die Heron TP soll als vorübergehende Lösung dienen und später durch eine waffenfähige Drohne ersetzt werden, die derzeit mit Frankreich und Italien entwickelt wird und etwa 2025 in die Produktion gehen soll.

          Deutschland hatte die Entwicklung der Aufklärungsdrohne „Euro Hawk“ im Oktober 2014 gestoppt, weil eine Zulassung für den deutschen Luftraum fehlte und die Kosten aus dem Ruder liefen. Nach dem Debakel mit dem Rüstungsprojekt suchte das Verteidigungsministerium nach einem Ersatz für die Bundeswehr, bis eine langfristige Alternative bereitsteht. Dafür wurde im Mai zusammen mit Italien und Frankreich ein eigenes Projekt in Auftrag gegeben.

          Weitere Themen

          Sanders gewinnt deutlich Video-Seite öffnen

          Demokraten-Vorwahlen in Nevada : Sanders gewinnt deutlich

          Mit einem eindeutigen Sieg bei der Vorwahl der Demokraten in Nevada hat der linksgerichtete Senator Bernie Sanders seine Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur weiter ausgebaut.

          Große Mehrheit für Rot-Grün in Hamburg

          Bürgerschaftswahl : Große Mehrheit für Rot-Grün in Hamburg

          In den Prognosen liegt die SPD mit großem Abstand vorn. Die Grünen verdoppeln ihr Ergebnis. Die CDU verliert, FDP und AfD müssen um den Verbleib in der Bürgerschaft bangen. Rot-Grün hätte eine komfortable Mehrheit.

          Topmeldungen

          Der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und seine Frau Eva-Maria nach der Stimmabgabe

          Bürgerschaftswahl : Große Mehrheit für Rot-Grün in Hamburg

          In den Prognosen liegt die SPD mit großem Abstand vorn. Die Grünen verdoppeln ihr Ergebnis. Die CDU verliert, FDP und AfD müssen um den Verbleib in der Bürgerschaft bangen. Rot-Grün hätte eine komfortable Mehrheit.

          Problemimmobilien : Kaputte Verhältnisse

          Hochhausruinen, überbelegte Altbauwohnungen, verwahrloste Siedlungen: In Deutschland gibt es zigtausend Problemimmobilien, besonders viele in Nordrhein-Westfalen. Dort nennt man viele Ursachen und immer wieder den Namen eines Unternehmens.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.