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Nach Rücktrittsgesuch von Marx : Der Druck auf Kardinal Woelki wächst

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am Sonntag in Worms Bild: dpa

Schon vor der Apostolischen Visitation, die an diesem Montag beginnt, stand der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki heftig in der Kritik. Das Rücktrittsgesuch von Kardinal Marx hat das noch einmal verschärft – doch Woelki gibt sich gelassen.

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          Die katholische Welt schien am Sonntagvormittag zumindest im Kölner Dom noch in Ordnung zu sein. Auf dem Programm stand ein lateinisches Hochamt. Es predigte Dompropst Guido Assmann. Er sprach über die Unterscheidung zwischen Gut und Böse, die Zehn Gebote und den Teufel. Der kommt im Evangelium vor, das für diesen Tag vorgesehen ist. „Wann im Laufe der letzten Tage, der letzten Wochen, der letzten Monate haben wir über Teufel, Satan, Beelzebub und Dämonen gesprochen?“ So lautete die rhetorische Frage des Geistlichen an die Gottesdienstbesucher.

          Thomas Jansen
          Redakteur in der Politik.

          Von dem, wovon auch im Erzbistum Köln an diesem Wochenende alle sprachen, sprach Assmann nicht: vom Rücktrittsgesuch von Reinhard Kardinal Marx zwei Tage zuvor und von der Apostolischen Visitation im Erzbistum, die Papst Franziskus angeordnet hatte. Sie soll an diesem Montag beginnen. Letztere kam nur in den Fürbitten vor, an vierter Stelle. Die Gottesdienstgemeinde bat für die beiden Apostolischen Visitatoren, „dass sie erfüllt vom Heiligen Geist und mit dem Blick von außen erkennen, welche Wege nun zu gehen sind“.

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