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SPD Niedersachsen : Die peinlichen Hymnen von Doris Schröder-Köpf auf Putin

In trauter Nähe: Die Ehepaare Putin und Schröder 2005 Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Warum die niedersächsische Migrationsbeauftragte auch nach ihrer Trennung von Gerhard Schröder an ihrer Nähe zum Regime in Moskau festhielt. Nun wird ihr Rücktritt gefordert.

          3 Min.

          Auch in Niedersachsen sind inzwischen die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen. Diese Menschen sym­bolisch in Empfang zu nehmen gehört zu den Aufgaben der niedersächsischen Mi­grationsbeauftragten Doris Schröder-Köpf. So wie sie es schon 2013 getan hatte, als sie syrische Kriegsflüchtlinge am Flughafen in Hannover begrüßte. Mit den Ukrainern könnte sich Schröder-Köpf vermutlich sogar leicht verständigen, denn schon 2007 hatte sie angekündigt, das dem Ukrainischen eng verwandte Russisch zu lernen. „Ich habe mir schon einen Lehrer organisiert“, vertraute Schröder-Köpf damals der Illustrierten „Die Bunte“ an.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Sollte Doris Schröder-Köpf auf gut in­formierte Ukrainer stoßen, käme sie al­lerdings in Erklärungsnot. Denn die SPD-Landtagsabgeordnete Schröder-Köpf gilt als Teil der Moskau-Connection innerhalb der niedersächsischen Sozialdemokratie, und ihre Äußerungen über Putin aus den vergangenen Jahren wirken spätestens aus heutiger Sicht peinlich. Der russische Präsident, der derzeit mit seinen Bomben die Städte in der Ukraine zerstört und der NATO mit Atomwaffen droht, sei „ein ausgesprochen differenzierter, ein sehr kluger Mann, der durchaus auch Kritik einstecken kann“, schwärmte Schröder-Köpf noch im Jahr 2017. Zu diesem Zeitpunkt hatte Putin bereits die Krim annektiert.

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