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Umstrittener Rosneft-Posten : Schröder-Köpf verteidigt Schröder

  • Aktualisiert am

Doris Schröder-Köpf mit ihrem Noch-Ehemann Gerhard Schröder. Bild: dpa

Wegen seines Engagements im russischen Konzern Rosneft hat der Altkanzler Gerhard Schröder viel Kritik einstecken müssen. Wenigstens seine Noch-Ehefrau hält aber zu ihm.

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          Doris Schröder-Köpf, SPD-Landtagskandidatin in Niedersachsen und Noch-Ehefrau Gerhard Schröders, hat dessen Wahl zum Aufsichtsratschef des russischen Ölkonzerns Rosneft verteidigt. Dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ sagte Schröder-Köpf in einem Interview, dem Altkanzler liege eine „unzerstörbare Freundschaft zwischen Russland und Deutschland sehr am Herzen“. Zudem ordnete sie dessen Engagement bei Rosneft in die sozialdemokratische Tradition des Wandels durch Annäherung ein.

          Ihr Ehemann habe „immer in langen Linien gelebt und gearbeitet“ und sei „sich und seiner Politik immer treu geblieben.“ Dies unterscheide Schröder auch von seiner Nachfolgerin Angela Merkel, „die mal für und mal gegen Atomausstieg, mal für mal gegen Flüchtlinge“ sei.

          Ende September wurde Schröder von einer Aktionärsversammlung zum Chef des Aufsichtsrates bei Rosneft gewählt. Der Energiekonzern steht wegen des verdeckten russischen Militäreinsatzes in der Ostukraine seit dem Herbst 2014 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Nach seiner Wahl sprach sich Schröder für eine Lockerung der Sanktionen aus, sollte es Fortschritte zur Beilegung des Krieges in der Ostukraine geben.

          Das Engagement des Altkanzlers stieß in weiten Teilen der politischen Öffentlichkeit Deutschlands auf Kritik. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer, mahnte in der F.A.Z. an: „Ein ehemaliger Bundeskanzler hat weiterhin eine staatspolitische Verantwortung, die er nicht auf dem Altar eigener finanzieller Interessen opfern darf.“ Grünen-Chef Cem Özdemir kritisierte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Ich erwarte von einem Altkanzler, dass er durch sein Verhalten nicht die die Politik der aktuellen Bundesregierung und EU konterkarieren.“ Auch aus den eigenen Reihen gab es heftige Kritik an Schröder. Der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz wird im „Spiegel“ mit den Worten „Der ist völlig deppert, der Kerl“ zitiert. 

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