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Trotz Priestermangel : Rom: Nur Priester dürfen Pfarrer sein

Auch unter Papst Franziskus nichts Neues: Das Amt des Pfarrers ist an die Weihe gebunden. Bild: Reuters

Kirchengebäude profanieren, Gemeinden zusammenlegen, Leitungsteams bilden? Soll nicht, muss nicht, darf nicht. Rom hat wieder einmal gesprochen.

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          Römisch-katholische Pfarreien müssen auch weiterhin von Priestern geleitet werden. Wer die Priesterweihe nicht empfangen habe, so heißt es in einer am Montag veröffentlichen Instruktion der vatikanischen Kongregation für den Klerus, „kann, auch nicht im Falle des Priestermangels, weder den Titel noch die entsprechenden Funktionen erhalten“. Ebensowenig könne der Mangel an Priestern oder an Geld ein Grund sein, Kirchengebäude zu profanieren, heißt es in dem Text weiter.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Gleichwohl will sich die Instruktion nicht den Zwängen verschließen, die in Ländern wie Frankreich oder Deutschland von dem gravierenden Priestermangel und den gewaltigen Kosten des Unterhalts von Kirchengebäuden ausgehen. So könne Diakonen, Gottgeweihten und selbst Laien (in dieser Reihenfolge) eine „Beteiligung an der Hirtensorge der Gemeinde anvertraut werden“, vor allem in einem Zusammenschluss von Pfarreien oder einem „pastoralen Raum“, der einem einzigen Priester anvertraut ist.

          Diese Beteiligung finde ihren Ausdruck in der Feier von Wortgottesdiensten, der Spendung der Taufe, der Eheassistenz, der Beerdigung oder auch in der Predigt außerhalb einer Eucharistiefeier – jedoch immer „unter der Leitung und der Verantwortung des Pfarrers“. Die Bildung von Leitungsteams, wie es sie beispielsweise in den Bistümern Osnabrück und Magdeburg gibt, hält der Vatikan für nicht rechtmäßig.

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