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Bundeskanzlerin : Röttgen: Merkel tritt für vierte Amtszeit an

  • Aktualisiert am

Angela Merkel am Mittwoch bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Bild: AFP

Noch hat sich Angela Merkel nicht zu ihrer Zukunft geäußert. Doch CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen ist sich sicher, dass sie wieder antritt. Regierungssprecher Seibert bittet weiter um Geduld.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen für eine vierte Amtszeit kandidieren. „Sie wird als Kanzlerkandidatin antreten“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag am Dienstag dem Sender CNN.

          Merkel sei „ein Eckpfeiler des politischen Konzepts des Westens“. Sie agiere als Global Player. „Also wird sie antreten und wie ein verantwortlicher Führer handeln.“ Röttgen,  2012 von Merkel als Umweltminister entlassen, reagierte damit auf eine Frage des Moderators, der sagte, es sei unklar, ob Merkel noch einmal antrete. Merkel ist seit elf Jahren Kanzlerin. Auf ihre erneute Kandidatur deutet vieles hin.

          Auf Nachfrage wurde diese Information am Dienstagabend in Berlin aber weder vom Regierungssprecher noch von der CDU bestätigt. „Sie wird sich zu der Frage zum geeigneten Zeitpunkt äußern - wie bereits mehrfach gesagt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Es gilt das, was die Parteivorsitzende gesagt hat: Sie wird ihre  Entscheidung zur gegebenen Zeit mitteilen."

          Aus Kreisen der CDU-Spitze hieß es, es sei „nahezu ausgeschlossen“, dass Röttgen wisse, was Merkel vorhabe. Vermutet wird, der möglicherweise geeignete Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Kandidatur könnte die CDU-Vorstandsklausur am kommenden Sonntag sein - oder aber der CDU-Parteitag im Dezember in
          Essen, wo sich Merkel vor mehr als 1000 Delegierten erklären könnte.

          Aus der CDU-Führung haben sich bereits zahlreiche Landespolitiker für eine vierte Amtszeit Merkels ausgesprochen, unter ihnen die Ministerpräsidenten Hessens und des Saarlands, Volker Bouffier und Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie der nordrhein-westfälische CDU-Landeschef Armin Laschet. Die als Merkel-Vertraute geltende CDU-Vize Julia Klöckner hatte bereits Ende August erklärt: „Angela Merkel wird wieder antreten als Parteivorsitzende am Bundesparteitag,
          und sie wird dann selbst entscheiden, wann sie verkünden wird, dass sie als Kanzlerkandidatin zur Verfügung steht.“

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