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Habeck zu Konflikt mit Palmer : „Es wäre super gewesen, Boris hätte geschwiegen“

  • Aktualisiert am

Robert Habeck während einer Pressekonferenz am Montag in Berlin Bild: dpa

Palmers Sätze über den ehemaligen Fußballspieler Dennis Aogo seien „beleidigend und rassistisch“ und „eines Oberbürgermeister ungehörig“, sagt Robert Habeck.

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          Der Grünen-Ko-Parteivorsitzende Robert Habeck hat das Parteiausschlussverfahren gegen den grünen Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer als „unvermeidlich“ bezeichnet. Die Sätze, die Palmer am Freitag auf seiner Facebook-Seite gepostet habe, seien „beleidigend und rassistisch“ und „eines Oberbürgermeister ungehörig“, sagte Habeck am Montag während einer Pressekonferenz in Berlin. Nun sei abzuwarten, wie die Schiedsgerichte über den Fall entschieden.

          Die Grünen werfen Palmer Rassismus vor wegen einer bei Facebook geposteten Aussage über den früheren Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo, der einen nigerianischen Vater hat, und wollen ihn aus der Partei schmeißen. Mit einer Dreiviertelmehrheit hatte der Landesparteitag am Wochenende für ein Ausschlussverfahren gegen Palmer gestimmt.

          Auch für die Parteiführung sei es ein unerfreuliches Wochenende gewesen, sagte Habeck. „Es wäre super gewesen, Boris hätte geschwiegen“, sagte Habeck, der Palmer auch persönlich gut kennt. Es habe in der Vergangenheit immer wieder Versuche gegeben, Konflikte über Gespräche zu lösen. Auch dieses Mal sei das so gewesen. „Es wurden viele Worte gewechselt und viele Hände immer wieder ausgestreckt.“ An dieser Stelle habe aber der Landesvorstand einen Beschluss gefasst. Er werde sich in das laufende Verfahren nicht einmischen, sagte Habeck.

          Wie lange das Verfahren dauern könnte, könne er nicht einschätzen. Das hänge davon ab, wie viele Instanzen nun angerufen würden, sagte Habeck.

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