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Kritik an Robert Habeck : Strauchelnder Liebling

Umfragenkönig im Kreuzfeuer: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck am 30. August in Meseberg Bild: Omer Messinger

Mit der „Notreserve“, die Robert Habeck sich für den Streitfall Atomkraft ausgedacht hat, wollte der Minister der Stimmung in der grünen Partei und in der Bevölkerung gerecht werden. Doch die Rechnung geht nicht auf.

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          Robert Habeck kämpft. Gegen die Annahme an, dass er, auf den es als Wirtschaftsminister jetzt besonders ankommt, der Krise nicht gewachsen ist. Gegen die Einschätzung, er könne nur schön reden, aber kenne sich im Zweifelsfall mit der trockenen Materie nicht richtig aus, die ein Minister in seinem Ressort beherrschen muss. Er kämpft auch dagegen, dass er, der einzige grüne Minister mit Regierungserfahrung, am Ende doch ein Philosoph und Schriftsteller sei, der zwar die Herzen linksliberaler Wählerinnen und Wähler erreicht, aber eben kein echter Politiker.

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          All das schwingt wohl mit, als Habeck am Donnerstag im Bundestag auftritt und den Oppositionsführer Friedrich Merz angeht. Der Union wirft er „16 Jahre energiepolitisches Versagen“ vor. „Und wir räumen in wenigen Monaten auf, was Sie in 16 Jahren verbockt, verhindert und zerstört haben.“ Habecks Auftritt ist eine Retourkutsche für die Attacken von Merz vom Vortag, als der CDU-Chef sich über den grünen Publikumsliebling lustig gemacht und ihm die Kompetenz abgesprochen hatte.

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