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Sechs Jahre Munition : Risiko von der Leyen

Quo vadis? Ursula von der Leyen am 17. Juni am Marinestützpunkt Wilhelmshaven während der Indienststellung der neuen Fregatte „Baden-Württemberg“ Bild: dpa

Eine Leistung als Verteidigungsministerin wird ihr bleiben. Doch sollte sie an die Spitze der EU-Kommission rücken, drohen die Altlasten ihres letzten Amtes Ursula von der Leyen noch lange zu verfolgen.

          5 Min.

          Eine Leistung als Verteidigungsministerin wird Ursula von der Leyen niemand mehr nehmen. Es ist die Dauer ihrer Amtszeit. 2030 Tage oder mehr als fünfeinhalb Jahre steht die 60 Jahre alte Politikerin inzwischen an der Spitze des Wehrressorts. Länger amtierte zuletzt ihr Parteifreund Volker Rühe. Das war vor mehr als zwanzig Jahren. Helmut Kohl regierte noch. In New York standen die Twin Towers. Und die gefährlichsten Einsätze der Bundeswehr waren Stabilisierungseinsätze auf dem Balkan.

          Danach wurde die Welt deutlich unruhiger. Und diejenigen, die Rühe nachfolgten, hielten es deutlich kürzer aus. Das zeigt allein schon ihre Zahl. Sechs Amtsinhaber der Befehls- und Kommandogewalt folgten, bevor von der Leyen am 13. Dezember 2013 das Verteidigungsministerium übernahm. In einer Zeit, als die Bundeswehr de facto bereits am Boden lag. Ausgelaugt von immer neuen Sparmaßnahmen, einem Jahrzehnt fordernder Auslandseinsätze und chronisch unterbesetzt angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben, für die längst nicht mehr die Kräfte reichten.

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