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„Riesenfehler“ : Lauterbach meldet Honorare nach

  • Aktualisiert am

Karl Lauterbach Ende Mai in Berlin. Bild: dpa

Nach Annalena Baerbock meldet der SPD-Politiker Karl Lauterbach der Bundestagsverwaltung zusätzliche Einkünfte nach. Das Geld wolle er spenden, sagt der Gesundheitspolitiker.

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          Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat Versäumnisse bei der Meldung von Nebeneinkünften an den Bundestag öffentlich gemacht. „Mit zwei Monaten Verspätung habe ich Buchhonorarvorschuss vom 12/2020 an Bundestag gemeldet“, schrieb Lauterbach in der Nacht zum Montag auf Twitter. 

          „Dabei fiel meinem Büro auf, dass alle Nebeneinnahmen aus 2018/19, 17.850 Euro für vier Vorträge, noch nicht gemeldet waren. Riesenfehler, für den ich gerade stehe: 17.850 Euro spende ich für Indien.“ Darunter postete Lauterbach eine Spendenbestätigung über 3000 Euro des UN-Kinderhilfswerks Unicef. 

          Am frühen Morgen ergänzte Lauterbach, das Geld sei versteuert worden. Die von ihm verbreitete Quittung beziehe sich nur auf 3000 Euro, weil das die Obergrenze für eine Spende sei. „Rest am Dienstag“, schrieb er.

          Abgeordnete müssen Nebeneinkünfte an den Bundestag melden. Diese werden in grober Form dann auch auf ihren Bundestagsseiten veröffentlicht. In der vergangenen Woche hatte Grünen-Chefin Annalena Baerbock Aufsehen erregt mit Sonderzahlungen ihrer Partei von mehr als 25.000 Euro aus den vergangenen Jahren, die sie der Parlamentsverwaltung verspätet nachgemeldet hatte. Darunter war auch eine Corona-Sonderzahlung der Grünen, die eigentlich nur für Beschäftigte gedacht ist. Baerbock als Parteichefin erhält aber gerade kein Gehalt ihrer Partei.

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