Richard von Weizsäcker ist tot : Der Präsident der Bundesrepublik
Lesezeit: 3 Min.
Wenn es einen Bundespräsidenten gab, der die „alte“ Bundesrepublik verkörperte, die westdeutsche Demokratie, wie sie sich am liebsten sah, dann war es Richard von Weizsäcker. Seine Reden, vor allem die zum 40. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1985 (über die „Befreiung“ vom Nationalsozialismus), und seine Parteienkritik sind nicht nur zu Dokumenten und Äußerungen des Selbstverständnisses dieser Bundesrepublik geworden, sondern auch zur Richtschnur dafür, wie das Amt des Bundespräsidenten politisch auszufüllen ist. An das Staatsoberhaupt und seine „Rede“ – sein wichtigstes Mittel, sich Geltung zu verschaffen – werden seither andere, höhere Maßstäbe angelegt.
Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos,
ohne
versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen
erhalten
und immer aktuell informiert bleiben.

