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Hochwasser in NRW : Reul: Krisenstab hätte aktiviert werden sollen

  • -Aktualisiert am

Nach dem verheerenden Hochwasser in Erftstadt (Bild vom 16. Juli) Bild: dpa

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat seine Einschätzung zum Umgang mit dem Hochwasser revidiert: Wenn er es noch einmal zu entscheiden hätte, würde er dem Ministerpräsidenten empfehlen, den Krisenstab zu aktivieren.

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          Fünfeinhalb Wochen nach den verheerenden Überschwemmungen hat der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) seine Meinung zum Krisenstab geändert. Reul hatte zu Beginn der Katastrophe Mitte Juli unter seiner Führung eine Koordinierungsgruppe mit etwa 30 Fachleuten aus Ministerien sowie von Bundeswehr, THW und weiteren Organisationen eingerichtet. Der Krisenstab der Landesregierung war aber nicht aktiviert worden, was auf scharfe Kritik der Opposition stieß. Der Zeitung Rheinische Post sagte Reul nun, wenn er es noch einmal zu entscheiden hätte, würde er dem Ministerpräsidenten die Aktivierung des Krisenstabs empfehlen. „Aber weniger aus operativen Gründen als aus symbolischen.“

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Er glaube zwar, dass dadurch kein Haus weniger eingestürzt und kein Menschenleben gerettet worden wäre, sagte Reul. Doch hätte die Aktivierung des Krisenstabs „das Signal an die Bevölkerung gesendet: ‚Jetzt ist es ernst! Und wir nehmen es auch ernst.‘ Wann, wenn nicht in der größten Naturkatastrophe unseres Bundeslandes, sollte man den Krisenstab aktivieren?“, sagte Reul und griff damit ein Argument der Opposition auf.

          Derweil erneuerte die SPD ihre Forderung, die schwarz-gelbe Landesregierung müsse ihr Kommunikationsverhalten in der Flut umgehend darlegen. Man wolle wissen, wann genau Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) vom zuständigen Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz über die jeweilige Datenlagen informiert worden sei und wen in der Regierung sie ihrerseits in Kenntnis gesetzt habe. Heinen-Esser will an diesem Montag gemeinsam mit Reul eine aktualisierte Zwischenbilanz zur Flutkatastrophe vorlegen.

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