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Räumung von L34 in Berlin : Radikalisierung gegen den Bedeutungsverlust

Knapp eine halbe Stunde nach Beginn des Polizeieinsatzes werden die ersten Bewohnerinnen aus einem der Obergeschosse abgeführt. Bild: Daniel Pilar

Die Räumung eines der letzten Symbole der linksextremistischen Szene in Berlin verläuft erstaunlich reibungslos. Linkspartei und Grüne trauern den Hausbesetzern nach: Es handele sich um einen „einzigartigen Schutzraum“.

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          Es ist 7.25 Uhr, als die Beamten der Berliner Polizei die Motorsäge anschalten. Die Tür des Hauses mit der Anschrift Liebigstraße 34 lässt sich mit einem gewöhnlichen Brecheisen nicht öffnen. Es wurde ordentlich verrammelt, so dass niemand eindringen kann. Die Polizei hatte angekündigt, um Punkt 7 Uhr in der Früh eine Zwangsräumung des Hauses im Stadtteil Friedrichshain vorzunehmen.

          Seit Tagen liefen dafür die Vorbereitungen. Eine Sperrzone im Umkreis des Hauses wurde errichtet, Polizisten bezogen Stellung auf den Dächern umliegender Häuser. Der Weg war frei für schweres Gerät. Und das wird auch gebraucht. Gepanzerte Fahrzeuge, Leiter- und Mannschaftswagen – für die Räumung des Hauses kann alles brauchbar sein. So kommt es auch. Durch die Eingangstür im Erdgeschoss ist nämlich erstmal kein Durchkommen – auch nicht mit der Motorsäge. Der erste Stock dagegen ist vielversprechender. Mit Hilfe eines Gerüsts machen sich die Beamten dort an einem Fenster zu schaffen.

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