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Rentenangleichung : Das Märchen von der Armut

Ein älterer Mann springt in den Trepliner See. Bild: Picture-Alliance

Bald werden die Renten im Osten denen im Westen gleichgestellt sein. Manchen gilt das als Vollendung der deutschen Einheit. Es hat aber auch seine Tücken.

          6 Min.

          Ostdeutsche Politiker vor allem aus der Linkspartei, aber auch aus der SPD wurden in den zurückliegenden Jahren nicht müde, ein vermeintliches Unrecht anzuprangern: die ungleiche Rente zwischen Ost und West. Wobei interessanterweise die jüngeren Politiker dabei stets lauter waren als die älteren. Manuela Schwesig, die SPD-Ministerpräsidentin aus Mecklenburg-Vorpommern, Jahrgang 1974, sagte immer wieder: „Die Menschen dürfen nicht das Gefühl haben, Bürger zweiter Klasse zu sein.“ Es gehöre zur Lebenserfahrung vieler Ostdeutscher, länger arbeiten zu müssen für weniger Geld. „Die deutsche Einheit ist erst mit der sozialen Einheit vollendet.“

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Es stimmt, dreißig Jahre nach dem Ende der DDR gibt es noch immer zweierlei Rentenrecht, eines für den Westen, eines für den Osten. Erst in sechs Jahren soll es damit vorbei sein. Die Angleichung passiert allerdings Schritt für Schritt, Jahr für Jahr, und wir sind auch schon mittendrin. Es geht, exakt gesprochen, auch gar nicht um eine Rentenangleichung, sondern eine Angleichung der Rentenwerte, mit denen die gesetzliche Rente berechnet wird.

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