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Nach Reise in Risikogebiet : Ist eine Pflicht zur Quarantäne verhältnismäßig?

Fernweh: Der Blick von der Besucherterrasse des neuen Berliner Flughafens im November Bild: dpa

Fast ganz Deutschland ist Risikogebiet. Ist es da verhältnismäßig, Reisende aus anderen „Risikogebieten“ in Quarantäne zu schicken?

          3 Min.

          Mancher von Fernweh geplagte Bürger wird sich in diesen Tagen schon an der Frage abgearbeitet haben: Warum nicht die Zeit auf einer sonnigen Mittelmeerinsel verbringen oder fern der Großstädte in den Bergen, wenn zu Hause die Infektionszahlen durch die Decke gehen und teils höher sind als in der Ferne? Doch die Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer nehmen auf solche Feinheiten bisher keine Rücksicht.

          Alexander Haneke

          Redakteur in der Politik.

          Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich für zehn Tage in häuslicher Quarantäne „absondern“. Was ein Risikogebiet ist, legen Auswärtiges Amt, das Bundesinnen- und das Gesundheitsministerium gemeinsam fest. Und Grundlage dafür ist unverändert eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner – ein Wert, der vor kurzem noch für unkalkulierbare Risiken stand, der inzwischen aber mit Blick auf die landesweit dreistelligen Zahlen beinahe erstrebenswert wirkt.

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