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Frankfurter Wohnungsnot : Die eingekesselte Stadt

Neben der Nordweststadt und Niederursel soll ein Teil des neuen Quartiers entstehen. Bild: Victor Hedwig

In Frankfurt gibt es Pläne für zwei neue Stadtteile, schließlich hält der Zuzug an, und die Mieten explodieren. Doch die Nachbarn wollen nicht, dass die Stadt weiter wächst.

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          Wer in Frankfurt auf eines der vielen Hochhäuser steigt, den „Main Tower“ etwa mit einer Höhe von 200 Metern, der sieht, dass draußen noch viel Platz ist. Etwa zwei Drittel des Ballungsraums sind Wald oder Ackerfläche. Die Großstadt wird sehr schnell sehr kleinteilig und grün, franst aus in einen Flickenteppich aus Stadtteilen und Feldern, dahinter kommen dann die dörflichen Nachbargemeinden: Einfamilienhäuser, Fachwerk manchmal, fast immer Idyll. Dazwischen ist überraschend viel Platz. Ackerflächen zumeist, manchmal Parks, viel Wald. Ein Platz, nach dem sich Frankfurt nun streckt.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Für das Frankfurt des Jahres 2020 war im Jahr 2006 eine Einwohnerzahl von 645.000 prognostiziert werden. Aber Prognosen sind schnell überholt. Heute hat die Stadt schon rund 100.000 Einwohner mehr, dank des hohen Geburtenüberschusses und eines anhaltenden Zuzugs von rund 15.000 Personen jährlich. Als Folge steigen die Mieten und Kaufpreise rapide, und auch die Baulandpreise explodieren. Mittlerweile geben die Frankfurter rund 36 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus. Der Durchschnittspreis bei Neuvermietungen liegt bei rund 14,50 Euro pro Quadratmeter, in den innenstadtnahen Vierteln geht es bei 16 Euro los, und die Stadtverwaltung geht von weiterem Wachstum aus. In welcher Höhe, das hängt auch vom Brexit ab.

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