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Regionalflughafen : Nächster Abflug Mitte April

Wenig los: Über die Hälfte der etwa 200 Mitarbeiter ist bereits in Kurzarbeit. Bild: dpa

Rostock-Laage ist der wichtigste Flughafen in Mecklenburg-Vorpommern und kämpft nach der Pleite zweier Fluglinien um sein Überleben. Wie lange halten die kommunalen Träger und das Land trotz der Verluste daran fest?

          5 Min.

          „Das ist der schönste Job der Welt“, sagt Dörthe Hausmann, als sie auf dem Flugfeld ihres Flughafens steht. Rostock-Laage, mitten in Mecklenburg. Grau ist der Himmel, nur der Wind pfeift über den Asphalt, sonst bleibt alles ruhig. Hausmann, Anfang 50, kurze Haare, verbindlicher Auftritt, hat vorher geduldig durch ihren Flughafen geführt. Einen Blick in das Terminal, wo auf den Anzeigetafeln keine Flüge angezeigt werden, und nur die Lüftungsanlagen beständig rauschen. Dann durch die Sicherheitsschleuse, wo niemand Schlange steht, und hinein in den Wartebereich vor dem Gate, in dem niemand wartet, alle Sitze leer sind, und der Kiosk geschlossen.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Hausmann hat von all ihren Plänen erzählt für den Flughafen, von neuen Flugverbindungen, zwei Hangern, die gebaut werden sollen, genauso wie ein Pilotentrainingszentrum. Sie hat dabei, wenn es um ihre Pläne ging, sogar manchmal gelächelt, auch wenn man meinen müsste, dass es für sie als Geschäftsführerin des Flughafens gerade wenig Grund zum Lächeln gibt. Ihrem Flughafen fehlen nämlich: Flugzeuge und Passagiere.

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