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„Können stolz sein“ : Regierung erreicht Ziel von 30 Millionen Impfungen

  • Aktualisiert am

Impfaktion im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach Bild: dpa

30 Millionen Impfungen wurden seit Mitte November verabreicht. Ein anderes Ziel gilt als unerreichbar: die Impfquote auf 80 Prozent zu bringen. Trotzdem ist der Gesundheitsminister zufrieden.

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          Die Bundesregierung hat ihr Mitte November gesetztes Ziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende erreicht. Die Marke wurde am Sonntag überschritten, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Die Booster-Kampagne in Deutschland läuft auf Hochtouren. Wir haben jetzt ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Darauf können wir alle stolz sein.“ Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, dass das Ziel erreicht worden sei.

          Der SPD-Politiker dankte allen, die dazu beigetragen haben – insbesondere den Ärztinnen und Ärzten, aber auch denjenigen, die sich haben impfen lassen. „Sie haben damit sich selbst und der Gesellschaft einen großen Dienst erwiesen.“

          Ein Jahr nach dem Start der Impfkampagne haben rund 74 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Immunisierung gegen das Coronavirus erhalten. Am Samstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag bundesweit noch einmal rund 35.000 Dosen verabreicht. Das ursprüngliche Ziel, mindestens 80 Prozent der Bürger bis Jahresende mindestens einmal zu impfen, wird damit jedoch verfehlt werden. Dafür wären allerdings mehr als fünf Millionen weiterer Erstimpfungen nötig gewesen, was als praktisch unerreichbar gilt. Gegenüber der „Bild am Sonntag“ kündigte ein Regierungssprecher daher nun an, die 80-Prozent-Marke solle möglichst bis Ende Januar erreicht werden.

          Nach Angaben des Gesundheitsministeriums machten Boosterimpfungen den Großteil der am Samstag verabreichten Impfungen aus. Etwa 30.000 der 35.000 am Samstag verabreichten Dosen entfielen auf Auffrischungsimpfungen. Insgesamt waren demnach 61,4 Millionen Menschen oder knapp 74 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft, bei rund 59 Millionen oder knapp 71 Prozent war die doppelte Grundimmunisierung inzwischen abgeschlossen.

          Die deutsche Impfkampagne war an Weihnachten 2020 gestartet worden. Die offiziell erste Dosis erhielt eine 101-jährige Bewohnerin eines Altenheims in Sachsen-Anhalt am 26. Dezember. Inzwischen wurden laut Regierung fast 159,9 Millionen Dosen ausgeliefert.

          Ansturm für Booster-Impfungen erwartet

          Hausärztevertreter erwarteten nach dem Jahreswechsel derweil einen Andrang von Impfwilligen. Es werde im Januar wegen der Nachfrage nach Boosterimpfungen einen „Ansturm“ auf die Praxen geben, sagte der Chef des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, der „Rheinischen Post“ laut Vorabmeldung vom Sonntag. 

          Funken äußerte die Hoffnung, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) bald Boosterimpfungen auch für Jugendliche empfehlen werde. Die Stiko hatte erst vor wenigen Tagen ihre Empfehlung für Auffrischungsimpfungen für Erwachsene dahingehend geändert, dass diese nun bereits nach drei Monaten nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen sollten. Zuvor waren es sechs Monate.

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