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Gegen den Mitgliederschwund : CDU will Frauenanteil auf 30 Prozent erhöhen

  • -Aktualisiert am

Der Reformplan des Generalsekretärs der CDU, Peter Tauber, wurde vom Bundesvorstand angenommen. Bild: dpa

Der Bundesvorstand der CDU hat den Reformplan des Generalsekretärs Peter Tauber angenommen. Das Ziel: Den Mitgliederschwund bekämpfen. Nicht nur Frauen sind begehrt.

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          Die CDU will ihre Attraktivität als Partei erhöhen. Ein am Montag vom Bundesvorstand in Berlin beschlossenes Konzept „Meine CDU 2017. Die Volkspartei“ enthält unter anderem das Ziel, den Frauenanteil unter den Mitgliedern „in einem ersten Schritt“ bis zum Jahr 2020 auf mehr als dreißig Prozent zu steigern. Derzeit liegt er bei etwa einem Viertel.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Weiterhin soll „ein besonderer Schwerpunkt“ darauf gelegt werden, mehr junge Menschen und solche mit einem Migrationshintergrund in die Partei zu holen. Diese Ziele stellte Generalsekretär Peter Tauber vor. Im Dezember soll das Konzept vom Bundesparteitag in Karlsruhe verabschiedet werden. Der Vorstand hatte ursprünglich schon im Juli über „Meine CDU 2017“ entscheiden sollen, hatte das Thema dann aber wegen des Todes des CDU-Außenpolitikers Philipp Mißfelder verschoben.

          Ebenso wie die SPD verliert die CDU seit Jahren kontinuierlich Mitglieder. 1990 gab es noch annähernd 950.000 SPD- und fast 800.000 CDU-Mitglieder. Die Sozialdemokraten haben einen stärkeren Schwund zu verzeichnen, beide Parteien liegen inzwischen nur noch bei etwa 450.000 Mitgliedern. In dem Reformkonzept, das Tauber vorstellte, wird das Ziel formuliert, dass die CDU „Mitgliederpartei und Volkspartei“ bleibt.

          Parteieintritt soll erleichtert werden

          Dort heißt es, die CDU gewinne jährlich 14.000 neue Mitglieder. Doch müsse diese Zahl „deutlich“ höher sein, „um der demographischen Herausforderung unserer Mitgliederstruktur zu begegnen“. Die CDU-Führung stellt in dem Reformbeschluss selbstkritisch fest, es gebe einen „Trend“, dass sich zu viele Mitglieder „bereits nach kurzer Zeit des Engagements abwenden, weil sie ihre Bedürfnisse nicht erfüllt sehen“.

          Früher habe es einen „Informationsvorsprung“ bedeutet, Parteimitglied zu sein. Das sei aber „in Zeiten von 24-Stunden-Nachrichtenzyklen und der Social-Media-Revolution“ kein Beitrittsargument mehr. Nun soll der Beitritt zur CDU erleichtert werden, unter anderem indem in vier statt bisher acht Wochen über eine Aufnahme entschieden wird. Neue Mitglieder sollen „von Beginn an“ die Möglichkeit haben, „aktiv mitzuwirken“. Bei Veranstaltungen der Partei soll es leichter werden, sich „einzubringen“.

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