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Kampf um Platz eins : Der schwierige Abschied von den Grünen als kleiner Partei

Robert Habeck am 2. September 2019, nachdem ihm Annalena Baerbock mit einem Blumenstrauß zum Geburtstag gratuliert hat. Bild: AP

Noch ist alles klein und überschaubar bei den Grünen. Aber wenn die Umfragewerte sich auch nur annähernd in Mandaten niederschlagen, wird sich eine Menge ändern: Die Partei muss sich organisatorisch völlig neu ausrichten.

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          Die Grünen haben zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Kanzlerkandidatin. Am Montag wurde die Nominierung der Parteivorsitzenden Annalena Baerbock bekanntgegeben. Die Entscheidung, nicht wie in der Vergangenheit mit einer Doppelspitze in den Wahlkampf zu ziehen, ist die logische Folge der selbstbewussten Ankündigung, bei der Bundestagswahl um Platz eins zu kämpfen.

          Helene Bubrowski
          (bub.), Politik

          Zwar scheint ein Wahlsieg der Grünen nach wie vor ziemlich unwahrscheinlich. Die Forsa-Umfrage, die die Partei bei 28 Prozent und damit sieben Prozentpunkte vor der Union sieht, sollte man nicht zu ernst nehmen. Die gibt die Momentaufnahme wieder, als den Grünen wie geplant die Kandidatenkür gelungen war und die Union noch mitten in der harten Schlacht um die K-Frage steckte. Zudem wissen die Grünen aus Erfahrung, dass die Höhenflüge zwischen den Wahlterminen sich oft nicht in Stimmen niederschlagen. Mit der Aufstellung einer Kanzlerkandidatin dokumentieren die Grünen nicht nur ihren Willen zur Macht, sondern richten die Partei auch organisatorisch danach aus.

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