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Evangelische Kirche : Wenn das Sparen zum Reformprojekt wird

Religiöser Minimalismus: Die Evangelische Kirche muss drastisch sparen. Bild: ZB

Mit den großen Kirchen könnte es noch schneller und steiler bergab gehen als bisher erwartet. Die evangelische Kirche will deshalb ihre Strukturen überprüfen – und einen harten Sparkurs einleiten.

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          Wenn in der Kirche von „Zukunft“ oder „Reform“ gesprochen wird, ist Vorsicht geboten. Kaum ein Kirchenoberer, der diese Vokabeln nicht im Mund führt – was allerdings noch lange nicht bedeutet, dass sich auch tatsächlich etwas ändert. Der rheinische Präses Manfred Rekowski hat diese Kluft zwischen Wort und Tat vor einigen Jahren einmal beschrieben: Rekowski sprach von einer Mentalität in der Kirche, „bei der der Aufbruch gepredigt wird, aber zugleich der Zement angerührt wird“. Ziel sei es oft, „den Ist-Stand abzusichern und zu verteidigen“.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Nun nimmt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) abermals Anlauf zu einer Reform. Die EKD-Synode wird auf ihrer diesjährigen Tagung im November nicht wie sonst eine politische Frage als Schwerpunktthema haben, sondern die Zukunft der evangelischen Kirche. Hintergrund ist, dass der Handlungsdruck deutlich gestiegen ist.

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