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NSU-Terror : Kannte die Polizistin ihre Mörder?

Die Polizistin wurde 2007 in Heilbronn getötet Bild: dpa

Die 2007 in Heilbronn ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter hat anscheinend doch Kontakt zu ihren mutmaßlichen Mördern gehabt. Die rechtsextreme Terrorgruppe "NSU" soll zuvor versucht haben, die junge Beamtin einzuschüchtern.

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          Im Fall der am 25. April 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter gibt es neue Hinweise, dass sie zu den rechtsextremistischen Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe doch Kontakt gehabt haben könnte und ihre Ermordung somit kein Zufall war. Das berichtet die Zeitung „Stuttgarter Nachrichten“ mit Verweis auf Informationen der Sicherheitsdienste. Frau Kiesewetter sei schon zu Beginn ihrer Ausbildung von Rechtsextremisten eingeschüchtert worden, im Sommer 2005 habe sich Mundlos in Oberweißbach aufgehalten. Aus diesem Ort in Thüringen stammte die Polizistin.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Mundlos gehört mit Böhnhardt und Beate Zschäpe zur Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Der NSU ist vermutlich verantwortlich für den Mord an neun Einwanderern aus der Türkei und aus Griechenland. Auch die Ermordung der Polizistin auf der Heilbronner Theresienwiese wird den Terroristen zur Last gelegt.

          Nach den Recherchen der Zeitung soll Böhnhardt am 19. April 2007 und damit an dem Tag den Mietvertrag für ein Wohnmobil verlängert haben, an dem die Polizistin ihre Mutter in Oberweißbach besuchte. Mit diesem Wohnwagen sind die Täter dann am 25. April in Heilbronn gesehen worden. Die Täter brachten das Wohnmobil am 27. April zurück.

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          In dem Zeitungsbericht wird außerdem behauptet, dass die Sonderkommission „Parkplatz“ bis zum Dezember 2011 das private E-Mail-Konto der Polizistin beim Anbieter „Yahoo“ nicht ausgewertet habe.

          Von 2007 bis zum März 2009 hatte die mit der Aufklärung des Mordes beauftragte Sonderkommission „Parkplatz“ nach einer „unbekannten Frau“ gefahndet, diese Hypothese hatte sich aber aufgrund einer falsch ausgewerteten DNA-Spur als völlig abwegig erwiesen.

          Die Sonderkommission ist seit November 2011 in die „BAO Trio“ beim Bundeskriminalamt integriert worden. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Es gibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine belastbaren Anhaltspunkte dafür, dass das Motiv für die Tötung der Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter in ihrer Person begründet war.“


           

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