https://www.faz.net/-gpg-89baj

Halle : Strafanzeigen nach AfD-Demonstration

  • Aktualisiert am

Halle am Mittwochabend: Bei der AfD-Demonstration geraten Rechte und Linke aneinander. Bild: dpa

Bei der AfD-Demonstration in Halle haben Rechtsextreme Gegendemonstranten und die Polizei angegriffen. Das hat für sie ein Nachspiel.

          1 Min.

          Nach einer Demonstration der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) und Gegenveranstaltungen in Halle werfen sich beide Seiten Übergriffe vor. Die Polizei bestätigte, dass an verschiedenen Auseinandersetzungen am Mittwochabend etwa 40 Personen beider Seiten beteiligt gewesen seien. Von 18 Menschen seien die Personalien festgestellt worden. Der Polizei lagen am Donnerstag 12 Strafanzeigen vor - unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

          Die Vereinigung „Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage“ berichtete, nach Abschluss der AfD-Kundgebung seien aus Reihen der Teilnehmer am Riebeckplatz Gegendemonstranten mit Flaschenwürfen angegriffen worden. Am Rannischen Platz und am Franckeplatz seien mehrere Menschen bei Übergriffen verletzt worden. Mindestens zwei hätten stationär behandelt werden müssen, nachdem sie von etwa 25 mutmaßlichen Rechtsextremen angegriffen worden seien.

          Die AfD warf den Gegendemonstranten ihrerseits Attacken vor: 50 aus dem linken Spektrum stammende Gewalttäter seien am Hallmarkt mit Steinwürfen, Schlägen und Tritten auf Parteimitglieder und Sympathisanten losgegangen. Durch Pflastersteine sei ein Fahrzeug schwer beschädigt worden.

          Auch im Bad Marienberg im Westerwald gingen Flüchtlingsgegner und -befürworter am Donnerstagabend auf die Straße. An einer Kundgebung gegen „Masseneinwanderung“ sowie gegen „Verarmung und Vernachlässigung unseres Landes“ beteiligten sich laut Polizei etwa 300 Demonstranten. Bei der Gegenkundgebung „Bunt statt Braun“ protestierten zwischen 1500 und 2000 Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit, darunter das halbe Kabinett von Rheinland-Pfalz mit Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) an der Spitze. Am nahen Stegskopf sollen bald rund 3000 Flüchtlinge ein Dach über dem Kopf finden.

          Weitere Themen

          Japan vor dem Notstand

          Kampf gegen Corona : Japan vor dem Notstand

          Japan hatte bislang eine eher liberale Antwort auf die Coronavirus-Pandemie. Das könnte sich nun zumindest für zwei Orte ändern. Denn der Druck auf Premierminister Abe wächst. Aus dem Inland und von außen.

          Topmeldungen

          Japans Premierminister Shinzo Abe im April in Tokio

          Kampf gegen Corona : Japan vor dem Notstand

          Japan hatte bislang eine eher liberale Antwort auf die Coronavirus-Pandemie. Das könnte sich nun zumindest für zwei Orte ändern. Denn der Druck auf Premierminister Abe wächst. Aus dem Inland und von außen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.