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Rechtsextremismus : Mutmaßlicher Helfer von Franco A. will für AfD arbeiten

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Der Aufenthaltsraum des Jägerbataillons 291 der Bundeswehr im französischen Illkirch hängt eine Maschinenpistole vom Typ MP 40, die bei der deutschen Wehrmacht eingesetzt wurde. Bild: dpa

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Maximilian T., weil bei ihm eine Liste möglicher Anschlagsziele gefunden worden war. Nun will er offenbar für die AfD-Bundestagsfraktion arbeiten.

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          Ein mutmaßlicher Helfer des rechtsextremen Bundeswehr- Oberleutnants Franco A., der wegen Anschlagsplänen angeklagt ist, strebt offenbar in die Politik. Seinen Vorgesetzten legte Oberleutnant Maximilian T. kürzlich einen Antrag für eine Nebentätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der AfD-Fraktion im Bundestag vor.

          T. war während der Ermittlungen gegen Franco A. in U-Haft genommen worden, er diente mit Franco A. im Jägerbataillon 291 im französischen Illkirch. Die Ermittler hatten bei Maximilian T. eine Liste mit möglichen Anschlagszielen gefunden. Im Sommer hob der Bundesgerichtshof den Haftbefehl gegen T. auf, da die Richter keinen dringenden Tatverdacht sahen.

          Seit Anfang Dezember ist T. unter Auflagen im Stab der deutsch-französischen Brigade in Mülheim eingesetzt, die Bundesanwaltschaft ermittelt aber weiter gegen ihn wegen möglicher Beihilfe für Franco A. Die Anwälte T.s bestreiten jegliche Beteiligung ihres Mandanten.

          Ein Sprecher der AfD-Fraktion teilte mit, von einer geplanten Mitarbeit des Oberleutnants T. sei „bisher nichts bekannt“. Die Rechtspopulisten hatten zunächst auch die Parteimitgliedschaft von Maximilian T. mehrere Monate lang geleugnet.

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