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Ermittlungen im Wachbataillon : Extremismus in der Garde?

Unter Verdacht: Soldaten des Wachbataillons in Formation (Archivbild) Bild: dpa

Gegen ein „Wolfsrudel“ im Wachbataillon der Bundeswehr laufen Ermittlungen. Der Bendlerblock spricht von beschämenden Vorgängen. Die Wehrbeauftragte stellt sich vor den Verband.

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          Annegret Kramp-Karrenbauer ist nicht zu beneiden. Ihre Chancen, Verteidigungsministerin zu bleiben, stehen schlecht. Und nun droht ihr am Ende ihrer Amtszeit im Bendlerblock noch eine bittere Pointe. Am Freitag unterrichtete das Verteidigungsministerium die Obleute des Deutschen Bundestages über einen neuen Verdachtsfall von Rechtsextremismus in der Bundeswehr, über den die Zeitschrift Der Spiegel zuerst berichtet hatte. Im Fokus steht nicht das lange Zeit skandalgeplagte Kommando Spezialkräfte (KSK) oder ein anderer Kampfverband fernab der Hauptstadt. Die Vorwürfe gelten dem Wachbataillon in Berlin, dessen Soldaten bei protokollarischen Diensten jedweder Art eingesetzt werden und bei Staatsbesuchen oft nur einen Schritt von Präsidenten und Premierministern entfernt stehen. Dem Wachbataillon gehören rund tausend Soldaten an.

          Lorenz Hemicker
          Redakteur in der Politik

          Inmitten dieser Vorzeige-Truppe soll es dem Schreiben des Verteidigungsministeriums zufolge, das der F.A.Z. vorliegt, eine Gruppierung namens „Wolfsrudel“ gegeben haben, die aus ihrer völkischen Gesinnung kein Geheimnis gemacht haben soll.

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