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Nach Verbrechen in Frankfurt : Vorbildlicher Seehofer

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Berlin Bild: dpa

Der Bundesinnenminister führt vor, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit der Wahnsinnstat auf dem Frankfurter Hauptbahnhof aussieht – im Kontrast zur AfD.

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          Der Schreckensnachricht, dass ein Afrikaner in Frankfurt eine Mutter und ihren Sohn vor einen Zug stieß, gelang es mühelos, die mittlerweile üblichen Reflexe auszulösen. Die AfD bediente sie abermals umgehend. „Schützt endlich die Bürger unseres Landes – statt der grenzenlosen Willkommenskultur!“, forderte die Fraktionsvorsitzende Weidel.

          Was sie, ohne Einzelheiten zu kennen, mit dem Hinweis auf die längst nicht mehr „grenzenlose Willkommenskultur“ sagen wollte, ist klar. Inzwischen weiß man, dass es sich bei dem Täter tatsächlich um einen Flüchtling handelt, dem Asyl gewährt wurde – allerdings schon 2008 in der von der AfD für ihre strengen Einwanderungsregeln bewunderten Schweiz. Der Mann galt dort als gut integriert.

          Innenminister Seehofer, gewiss kein migrationspolitisches Weichei, führte im Kontrast zur AfD vor, wie verantwortungsvoller Umgang mit einer solchen Wahnsinnstat aussieht.

          Er hat nichts „kleingeredet“ oder „vertuscht“, wie zuvor von der AfD behauptet. Sie aber scheute abermals nicht davor zurück, ein solches Verbrechen für ihre Propaganda zu nutzen.

          Berthold Kohler
          (bko.), Herausgeber

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