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In vier Bundesländern : Razzien bei Rechtsextremen

  • Aktualisiert am

Ein Teilnehmer einer Demonstration der rechten Szene im Oktober 2000 in Dortmund Bild: dpa

Die Verdächtigen sollen einer Gruppierung namens „Sturmbrigade“ angehören. Sie wollten sich angeblich für das „Wiedererstarken eines freien Vaterlandes“ nach dem „germanischen Sittengesetz“ einsetzen. Auch gewaltsam.

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          Wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag Wohnungen in Sachsen-Anhalt, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchsuchen lassen. Sechs Beschuldigte stünden im Verdacht, im vergangenen Jahr innerhalb der Gruppierung „Wolfsbrigade“ die Untergruppierung „Sturmbrigade“ als „bewaffneten Arm“ gebildet zu haben, teilte die Behörde in Karlsruhe mit.

          Ziel der Gruppierung sei das „Wiedererstarken eines freien Vaterlandes“ nach dem „germanischen Sittengesetz“, hieß es in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft. Die Beschuldigten hätten nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen eine rechtsextremistische Gesinnung. Festgenommen worden sei bislang niemand. Mit den weiteren Ermittlungen sei das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt beauftragt. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft war für weitere Details zunächst nicht zu erreichen.

          In Sachsen-Anhalt wurden laut einem Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) fünf Objekte im Bereich Köthen und Gardelegen durchsucht. Ziel der Ermittler sei gewesen, Beweise für den Verdacht auf die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu finden. Dabei stehe Technik wie Laptops, Datenträger und Handys im Mittelpunkt. Laut dem LKA Sachsen-Anhalt wurden neben den fünf Objekten im eigenen Bundesland drei in Hessen und jeweils eines in NRW und Niedersachsen durchsucht.

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