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Rassistischer Mordangriff : „Kannst de Leud halt ned in de Kopp gugge“

Der Wirt im Martinseck Bild: Livia Gerster

In Wächtersbach schoss ein Mann auf einen Eritreer. Wegen dessen Hautfarbe. Die Kumpel des Schützen verstehen die Aufregung nicht.

          9 Min.

          Ein Mann hat auf einen Schwarzen geschossen, nur weil er schwarz war. Weil er aussah wie „ein Asylant“. Mitten am Tag, mitten auf der Straße, mitten in Hessen. Seinen Kumpels hat er die Tat angekündigt. Wieso haben sie das nicht verhindert?

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Weg in die Stammkneipe des Attentäters führt entlang eines Bächleins, vorbei an Fachwerkhäusern, einem griechischen Restaurant. Am Ende der Martinsgasse in Biebergemünd versteckt sich das Martinseck, ein dunkler, stickiger Raum voller Gläser und Bembel, an den Wänden Fußballschals, halbnackte Frauen und Sprüche wie: „Kein Alkohol ist auch keine Lösung“ oder „Trübsal ist nicht das Einzige, was man blasen kann“.

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