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Rassismus bei der Polizei : Wider die Schuldvermutung

Die Polizei sorgt derzeit für schlechte Schlagzeilen Bild: dpa

Für Polizisten gilt, ebenso wie für Flüchtlinge: Wenn sie nichts getan haben oder man es nicht weiß, sollte man sie nicht in einen Topf werfen mit denen, die etwas getan haben.

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          Die Polizei hat mal wieder einen neuen Skandal. Dieses Mal nicht in Hessen, sondern in Nordrhein-Westfalen. Ansonsten aber kommt einem alles schon seltsam vertraut vor. Polizisten haben in Chats gehetzt und Bilder mit rassistischen und gewaltverherrlichenden Inhalten getauscht: Fotografien von Hitler, fiktive Darstellungen eines Flüchtlings in einer Gaskammer oder der Erschießung von Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul sagte nach Bekanntwerden dieser Chats, dass er nicht mehr von Einzelfällen sprechen könne.

          Tatsächlich ist die Liste mittlerweile lang, und der braune Schatten über der Polizei wird immer größer: NSU 2.0, Chatgruppen, Vorwürfe der Gewalt. Die Polizei sorgt derzeit nur noch für schlechte Nachrichten. Statt „Freund und Helfer“ scheint sie „Feind und Nazi“ zu sein. Das ist natürlich Unsinn, aber dennoch: Diese Sichtweise verbreitet sich. Und das hat ja auch Gründe. Viele Einzelfälle ergeben halt irgendwann ein Gesamtbild, nämlich das der rassistischen und gewalttätigen Polizei. Oder etwa nicht?

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