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Ralf Stegner : „Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid kriegt man geschenkt“

Ralf Stegner ist Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein. Bild: Imago

Er leitet die SPD-Fraktion im Kieler Landtag, bei Regionalkonferenzen kommt er gut an, trotzdem wählte seine Partei ihn nicht in den Bundesvorstand. Wie geht Ralf Stegner mit dieser überraschenden Niederlage um?

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          Herr Stegner, gibt es Dankbarkeit in der Politik?

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Menschen, für die man etwas erreichen konnte, sind schon dankbar. Zwischen Politikern gibt es das eher selten.

          Auch nicht bei Parteitagsdelegierten?

          Nicht unbedingt, nein.

          Ihre Partei hat eine neue Führung gewählt, Sie haben überraschend nicht einmal den Einzug in den Bundesvorstand geschafft. Ist das ein Ausdruck mangelnder Dankbarkeit?

          Ich habe 14 Jahre dem Parteivorstand angehört, war sechs Jahre stellvertretender Parteivorsitzender und bin illusionslos, wie sich große Landesverbände auf Parteitagen verhalten. Das ging ja nicht nur mir so, sondern auch Heiko Maas aus dem Saarland oder Michael Müller aus Berlin. Die Großen mit ihren vielen Delegierten wählen erst mal sich selbst, das ist robuste Interessenvertretung.

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