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Nach Kritik : Stegner hört als SPD-Chef in Schleswig-Holstein auf

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Ralf Stegner, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag, auf der Landeswahlkonferenz Bild: dpa

Seit 2007 ist Ralf Stegner Landeschef der SPD im Norden. 2019 will er dafür nicht mehr kandidieren. Ein anderes Amt möchte der 58-Jährige aber behalten – und seine Nachfolgerin steht so gut wie fest.

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          Schleswig-Holsteins SPD-Chef Ralf Stegner tritt 2019 nicht mehr zur Neuwahl des Landesvorstands seiner Partei an. Das gab der 58-Jährige am Montag in Kiel bekannt. Zugleich kündigte Stegner an, er werde die bislang einzige Kandidatin für seine Nachfolge an der Parteispitze, die stellvertretende Landtags-Fraktionschefin Serpil Midyatli, unterstützen. Den Posten des Fraktionsvorsitzenden im Landtag will Stegner behalten. Er sehe sich selbst keineswegs im politischen Ruhestand. „Aufgeben und Rückzug ist nicht“, sagte er.

          Stegner war zuletzt in die Kritik geraten, weil die SPD bei der Kommunalwahl im Frühjahr bereits die dritte Niederlage nach der Landtagswahl im Mai 2017 und der Bundestagswahl im Herbst vergangenen Jahres in Folge einstecken musste. Die Sozialdemokraten rutschten im Mai landesweit um 6,5 Punkte auf 23,3 Prozent ab und landeten weit hinter der CDU (35,1).

          Stegner ist seit März 2007 Landeschef der Nord-SPD. Außerdem ist er stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei und seit 2008 Fraktionschef im Landtag in Kiel. Zuvor war Stegner von 2003 bis 2005 Finanzminister und anschließend bis 2008 Innenminister des nördlichsten Bundeslandes.

          Ursprünglich wollte sich Stegner erst Ende Oktober über seine politische Zukunft im Landesverband äußern. Nach der Kandidatur Midyatlis Ende August hatte die Debatte in der SPD um die Parteispitze aber Fahrt aufgenommen. Stegner hält Midyatli für eine starke Kandidatin, die gute Arbeit in der Fraktion und im Landesvorstand geleistet habe.

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