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Polizeigewerkschaft : „Alarmsignal“ für ganz Europa

  • Aktualisiert am

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoIG), Rainer Wendt. Bild: dpa

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Wendt warnt vor „einer langen Terrorperiode.“ Er mahnt beschleunigte Sicherheitsvorkehrungen an. Auch die Ausrüstung der Polizei solle verbessert werden.

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          Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat die Brüsseler Anschläge als Alarmsignal für ganz Europa bezeichnet. „Wir müssen mit einer langen Terrorperiode rechnen“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Auch die deutschen Sicherheitsbehörden seien gefordert. „London, Madrid, Paris, jetzt Brüssel. Auch deutsche Städte werden davon auf Dauer nicht verschont bleiben.“

          Wendt forderte ein höheres Tempo bei den Sicherheitsvorkehrungen. In Deutschland werde die Bundespolizei aktuell mit Anti-Terror-Einheiten ausgestattet. Dazu gehöre jetzt auch die Verbesserung der Ausrüstung - wie bessere Schusswesten, schusssichere Helme und gepanzerte Fahrzeuge. „Das geschieht nun sehr hektisch, obwohl die wachsende Bedrohung seit Jahren bekannt ist“, sagte Wendt. „Bisher müssen Bundespolizisten noch mit einem normalen VW-Bus zu den Grenzkontrollen fahren.“

          Die EU-Partner und ihre Sicherheitsbehörden müssten noch enger zusammenrücken und zusammenarbeiten. Der Informationsaustausch zwischen Polizei, Justiz und EU-Behörden sollte verbessert werden. „Wir brauchen ein europäisches Abwehrzentrum.“

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