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RAF-Prozess : Verena Becker: „Ich war nicht dabei“

  • Aktualisiert am

Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker mit ihrem Anwalt im Gerichtssaal Bild: dpa

Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker hat eine direkte Beteiligung am Buback-Mord bestritten. „Ich war nicht dabei“, sagte sie am Montag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart.

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          Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker hat jede Beteiligung am Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback im April 1977 bestritten. „Ich war bis zu meiner Verhaftung im Mai 1977 nie in Karlsruhe gewesen“, sagte Becker am Montag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Sie sei auch nicht an der Planung des Attentats beteiligt gewesen. Zur Zeit des Attentats habe sie sich „im Nahen Osten“ aufgehalten. Von dort sei sie erst am Tag nach dem Attentat nach Europa zurückgekehrt.

          Bei einem Treffen der RAF-Terroristen 1976 sei über ein mögliches Attentat auf Buback diskutiert worden, sagte Frau Becker weiter. Sie sei aber weder als Mitglied des Kommandos vorgesehen noch an den Vorbereitungen beteiligt gewesen.

          Keine belastbaren Hinweise auf Beteiligung Beckers

          Die 59 Jahre alte ehemalige RAF-Terroristin ist angeklagt, am Attentat der Roten Armee Fraktion (RAF) auf Buback und seine beiden Begleiter am 7. April 1977 in Karlsruhe beteiligt gewesen zu sein. Sie soll eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung für das Attentat sowie bei dessen Organisation gespielt haben.

          In dem seit anderthalb Jahren laufenden Prozess äußerte sich Frau Becker damit erstmals zum Tatvorwurf. Nebenkläger Michael Buback, der Sohn des Opfers, hält Verena Becker für die Todesschützin. Hierfür hat der Prozess allerdings bislang keine belastbaren Anhaltspunkte ergeben.

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