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Queer-Beauftragter schlägt vor : Kind soll vier Elternteile haben können

  • Aktualisiert am

Sven Lehmann im Dezember in Berlin Bild: dpa

Jedes dritte Kind wachse nicht in einer klassischen Ehe auf, sagt Sven Lehmann. Deshalb sollten bis zu vier Menschen das Sorgerecht übernehmen können, so der Queer-Beauftragte der Bundesregierung. Das sichere auch die Kinder ab.

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          Der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), setzt sich dafür ein, dass Kinder künftig mehr als zwei Elternteile haben können. „Ein Kind soll bis zu vier Sorgeberechtigte haben dürfen, denn mittlerweile wächst jedes dritte Kind in einer Familiensituation auf, die nicht einer klassischen Ehe entspricht“, sagte Lehmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

          Dafür solle das sogenannte kleine Sorgerecht auf bis zu vier Elternteile ausgedehnt werden können. Wenn sich beispielsweise Mutter und Mutter trennen würden, und beide neue Partner hätten, sollten die beiden neuen Partner „dann das kleine Sorgerecht bekommen können, wenn sie möchten“, forderte der Grüne.

          Von so einer Änderung würden nicht nur Regenbogenfamilien profitieren, sondern auch Patchworkfamilien, sagte der Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Zugleich seien auch die Kinder rechtlich besser geschützt.

          Wenn ein Kind in eine Ehe mit zwei Frauen hineingeboren werde, habe es bislang nur einen Elternteil. Werde ein Kind dagegen in eine Ehe mit Vater und Mutter hineingeboren wird, habe es automatisch zwei Eltern. „Das wollen wir ändern, um die Ehen gleichzustellen, aber auch, um die Situation der Kinder abzusichern“, sagte Lehmann. „Denn wenn heute der leiblichen Mutter etwas passiert, ist das Kind quasi Waise“, sagte der Beauftragte für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

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