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Quarantäneregeln an Schulen : Gefühlte Gerechtigkeit

  • -Aktualisiert am

Corona-Alarm an Schulen: Wann muss welcher Schüler in Quarantäne? Bild: dpa

Zu unterschiedlich und verwirrend waren die bisherigen Quarantäneregelungen für Schüler. Doch auch nach dem Beschluss der Gesundheitsminister für ein einheitliches Vorgehen bleiben viele Fragen ungeklärt.

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          Von 14 Tagen Quarantäne für infizierte Schüler, ihre Sitznachbarn oder gar für ganze Klassen, und das in mittlerweile Zehntausenden Fällen, war vor Monaten noch keine Rede. Hoch und heilig, aber dennoch mit Hintertürchen hatten die Kultusminister lange vor Beginn der Sommerferien Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern versprochen, dass im zweiten Corona-Herbst die Schulen auf (fast) jeden Fall offen bleiben sollten.

          Die flächendeckende Impfung zumindest der 12- bis 17-Jährigen und dazu die Immunisierung aller Lehrer sollten die Schulen sicher vor Corona machen. Dazu wurden noch Luftfilter in allen Klassenzimmern in Aussicht gestellt.

          Doch die Delta-Variante des Virus und die wochenlange Nicht-Empfehlung der STIKO für ein generelles Impfen in dieser Altersgruppe ließen diesen schönen Plan zerplatzen. Ausgeklügelte, von Land zu Land unterschiedliche, schwer nachvollziehbare Quarantäneregeln für den immer häufiger auftretenden Fall infizierter Schüler waren der Notfallplan.

          Dass sich nun die Gesundheitsminister für einheitlichere, einfachere Quarantäneregeln ausgesprochen haben, mag eine gefühlte Gerechtigkeitslücke zwischen Konstanz und Rostock schließen. Doch in den Details bleiben viele Fragen offen und ungeklärt. Den jeweiligen Gesundheitsämtern bleibt es überlassen, wie groß oder klein eine von Corona betroffene Schülergruppe ist, die in Quarantäne geschickt wird. Verlässlicher Schulalltag und Unterricht sieht anders aus.

          Thomas Holl
          Redakteur in der Politik.

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