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Putschgerüchte in der SPD : Keine Alternative

Andrea Nahles am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Bremen Bild: EPA

Was sollte ein Führungswechsel in der SPD bringen? Die bittere Wahrheit ist: Die Partei hat Nahles, vielleicht noch Scholz, vielleicht noch Heil. Dahinter ist nichts mehr.

          Wenn es wirklich „Überlegungen“ gegeben haben sollte oder weiter gibt, an der Spitze der SPD-Fraktion einen Wechsel herbeizuführen, wie sollten solche Gedanken aussehen? Wäre es klug aus Sicht der SPD, Partei- und Fraktionsführung zu trennen? Beide Positionen würden dadurch geschwächt, die der Parteivorsitzenden Andrea Nahles sicher mehr, weil sie als Gescheiterte dastünde.

          Unweigerlich würde das zu einer neuen Debatte führen, ob die SPD einen neuen Vorsitzenden brauche – damit bewegte sich die SPD am Rande der Komik, nachdem sie alle Jahre wieder ihren Vorsitz stürzt und zur „Erneuerung“ aufruft. Vor allem aber: Wer sollte es an der Spitze der Fraktion besser machen als Nahles?

          Ohne den Politikern, deren Namen jetzt kursieren, zu nahe zu treten: Weder sie noch irgendjemand sonst in der SPD haben eine zündende Idee oder das nötige Charisma, um die Partei oder die Fraktion wieder nach vorne zu bringen. Was sollte also ein Führungswechsel bringen?

          Die bittere Wahrheit ist: Die Partei hat Nahles, vielleicht noch Scholz, vielleicht noch Heil. Dahinter ist nichts mehr.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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