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Der Problem-Puma : Warum der Super-Panzer der Bundeswehr Kopfzerbrechen bereitet

  • -Aktualisiert am

Problem-Panzer: Der Schützenpanzer „Puma“ bei seiner Vorstellung im Juni 2015 auf dem Erprobungsgelände des Herstellers Rheinmetall in der Lüneburger Heide Bild: dpa

Mit dem „Puma“ verfügt die Bundeswehr über den weltweit teuersten Schützenpanzer, er sollte alle Wünsche auf einmal erfüllen. Doch das High-Tech-Gefährt entwickelt sich zum Sorgenkind.

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          Der Kommandant nickt anerkennend. „Treffer“, sagt er zu dem Soldaten neben ihm. Die beiden sitzen in einem nagelneuen Schützenpanzer „Puma“, Stückpreis: 14,5 Millionen Euro. Auf einem Monitor zwischen ihnen sehen die Soldaten schwarze Schemen. Es sind Büsche und Bäume. Deren Entfernung vom Panzer steht am Bildschirmrand: Tausend Meter. Zwischen dem Bewuchs taucht ein weißer Fleck auf. Einer der beiden Soldaten umklammert mit seinen Händen zwei Joysticks. Sie sind an einem Steuerhorn befestigt, das aussieht wie der Knüppel in einem Flugzeugcockpit.

          Der Soldat dreht den Knüppel und steuert die Visiermarke über den weißen Fleck. Dann drückt er auf einen Knopf an der Hinterseite des rechten Joysticks. So zoomt er den hellen Schemen heran. Aus dem Fleck ist jetzt die Silhouette eines Panzers geworden – eines feindlichen Panzers. Die Kanone feuert. Auf dem Monitor sehen die zwei Feldwebel einen glühend-weißen Punkt, der auf den Panzer zufliegt. Zwei Sekunden später folgt der Einschlag. „Treffer“, sagt der Kommandant erneut.

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