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Psychiatrische Einschätzung : Messerstecher von Würzburg womöglich schuldunfähig

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Kerzen und Blumen liegen vor einem Kaufhaus in der Würzburger Innenstadt (Archivbild vom 2. Juli) Bild: dpa

Bei seiner Attacke auf Passanten war der Messerstecher von Würzburg nach bisheriger psychiatrischer Einschätzung nicht schuldfähig. Er soll jetzt in einer Psychiatrie untergebracht werden.

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          Der Messerstecher von Würzburg war bei seiner Attacke auf Passanten nach bisheriger psychiatrischer Einschätzung womöglich schuldunfähig. Ob religiöse Überzeugungen des Flüchtlings aus Somalia bei der Tat am 25. Juni eine Rolle gespielt haben, sei noch unklar, teilten das Bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München am Dienstag mit. Auf den beiden Handys des 24-Jährigen seien weder Hinweise auf Propagandamaterial oder sonstige extremistische Inhalte noch Anhaltspunkte für mögliche Mittäter oder Mitwisser gefunden worden.

          Der Mann wurde am Dienstag abermals einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt, der die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung anordnete. Bislang saß der Somalier in Untersuchungshaft in einem Gefängnis in Würzburg. Der Migrant hatte in der Würzburger Innenstadt auf ihm offensichtlich unbekannte Menschen eingestochen. Drei Frauen starben, fünf Menschen wurden lebensgefährlich verletzt. Zudem gab es vier Leichtverletzte – darunter ist allerdings ein Mann, der nicht direkt von dem Messerstecher angegriffen wurde. Vielmehr stürzte er laut den Ermittlern beim Versuch, den Angreifer von der weiteren Attacke abzuhalten.

          Der 24-jährige Somalier wurde 2015 in Deutschland erstmals registriert. Seither war er mehrmals wegen psychischer Probleme aufgefallen. Bisher hatten die Behörden nach eigenen Angaben aber keine Hinweise darauf, dass der Mann andere Menschen gefährden könnte.

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