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Nur zwei Kliniken beanstandet : Prüfer: Transplantationszentren arbeiten überwiegend korrekt

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Ein Aufkleber mit der Aufschrift „Human Organ - For Transplant“ klebt in Essen auf einer Kühlbox für Organtransporte Bild: dapd

Laut einem Bericht halten sich die meisten deutschen Kliniken an die Richtlinien zur Organtransplantation. Systematische Unregelmäßigkeiten stellen die Prüfer nur bei zwei Kliniken fest, eine davon ist in Hessen.

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          Die Prüfung der Transplantationszentren in Deutschland ist im zurückliegenden Jahr überwiegend positiv ausgefallen. Die meisten Kliniken hielten sich an die Richtlinien, heißt es in dem Bericht der Überwachungs- und der Prüfungskommission für Transplantationen, den die Kommissionen am Donnerstag in Berlin vorstellten.

          Systematische Unregelmäßigkeiten stellten die Prüfer im Herztransplantationsprogramm am Universitätsklinikum Köln-Lindenthal und bei Lebertransplantationen am Universitätsklinikum Frankfurt am Main fest. Darüber seien die zuständigen Behörden und Staatsanwaltschaften informiert worden, erklärte die Vorsitzende der Prüfungskommission, Anne-Gret Rinder.

          Keine Beanstandungen gab es im Bereich der Nieren- und Bauchspeicheldrüsen-Verpflanzungen. Auch bei den Herz-, Lungen- und Lebertransplantationen sei weit überwiegend ordnungsgemäß gearbeitet worden. Hier sei es lediglich in einzelnen Transplantationszentren zu Fehlern gekommen, die aber keine systematische Vorgehensweise erkennen ließen, so der Bericht.

          Mitunter käme es durch Unkenntnis oder Missverständnisse zu ungewollten Richtlinienverstößen, so der Vorsitzende der Überwachungskommission, Hans Lippert. Er betonte deshalb in einer Pressemitteilung die Wichtigkeit des ständigen Dialogs mit den Transplantationszentren. Der Bericht weist zudem daraufhin, dass es wie auch in den Vorjahren keine Anhaltspunkte für die bevorzugte Behandlung von Privatpatienten gäbe.

          Die Überwachungs- und die Prüfkommission werden von Vertretern der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Spitzenverband der Krankenkassen gebildet. Ihr Auftrag beschränkt sich darauf, Verstöße gegen das Transplantationsgesetz und die Richtlinien der Bundesärztekammer festzustellen und die Informationen an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.

          Die Zahl der Organspenden war nach den 2012 bekanntgewordenen Manipulationen von Wartelisten in mehreren Universitäts-Kliniken drastisch eingebrochen und hatte im vergangenen Jahr ihren bisherigen Tiefstand erreicht. In der Folge der Skandale waren mehr Kontrollen eingeführt worden. In Deutschland warten mehr als 10.000 Patienten auf ein Spenderorgan.

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