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Lübcke-Verfahren : „Wie in einer amerikanischen Crime-Serie“

Stephan E. am 28. Juli Bild: dpa

Das Onlineportal „Funk“ hat Aufnahmen der Vernehmung des mutmaßlichen Mörders von Walter Lübcke veröffentlicht. Ist das erlaubt?

          2 Min.

          Im Hintergrund des Videos läuft Elektromusik, dann wird der Vernehmungsraum im Kasseler Polizeipräsidium eingeblendet. Dort sitzt Stephan E., der sagt: „Ich möchte, dass der Terror zu ihnen kommt.“ Nicht im Gerichtssaal ist diese Aufnahme zu sehen, inzwischen läuft sie auf Youtube. „Funk“, das Online-Portal von ARD und ZDF, hat das Video dort am Dienstagabend veröffentlicht; es zeigt maßgebliche Ausschnitte der ersten Vernehmung des Hauptangeklagten im Prozess zum Mord an Walter Lübcke.

          Marlene Grunert

          Redakteurin in der Politik.

          Ende Juni 2019 schilderte Stephan E. zwei Polizisten detailliert, wie er den Kasseler Regierungspräsidenten aus rechtsextremistischen Motiven erschoss. Das Geständnis, das E. später widerrief, wurde aufgezeichnet und in der Hauptverhandlung am Oberlandesgericht Frankfurt abgespielt. Das Video ist ein wesentliches Beweisstück des Prozesses. Auf Youtube wurde es bis Mittwochnachmittag gut 316.000 Mal abgerufen.

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